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Fachstelle Junge Erwachsene

im Bistum Regensburg

Lange Zeit war das junge Erwachsenenalter als solches in der Soziologie nicht konkret umschrieben und somit nicht greifbar. Der 14. Kinder- und Jugendbericht des Bundesfamilienministeriums von 2013 machte erstmals deutlich, dass es sich bei „den Jungen Erwachsenen“ um eine eigene Lebensphase zwischen Jugend- und Erwachsenenalter handelt. Gerade diese Altersschicht zwischen 18 und 35 Jahren wird seit einigen Jahren in den deutschen Bistümern durch die Schaffung neuer Fachstellen in den Blick genommen und dabei der Blick auf eine Zielgruppe gerichtet, die in den meisten Pfarreien nicht vorkommt und in Kirche weitgehend unsichtbar ist.

So wurde auch im Bischöflichen Jugendamt Regensburg zum 01.01.2017 eine Fachstelle Junge Erwachsene geschaffen, die aktuell neu aufgebaut wird.

Aufgaben der Fachstelle Junge Erwachsene

für Träger von Junge-Erwachsenen-Arbeit

wie Pfarreien, Verbände, Bildungshäuser, ...

Beratung

... bei der Konzeption und Ideenfindung für Angebote.

Unterstützung

... bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen.

für Junge Erwachsene

in Ausbildung, Studium, Beruf und darüber hinaus

Informationen

... auf der Suche nach Exerzitien, Fahrten, Formaten und anderen spannenden Aktionen.

eine Anlaufstelle

... für persönliche Gespräche bei Wünschen und Anregungen, Fragen und Problemen.

Zehn Gebote

für die Arbeit mit Jungen Erwachsenen

ERSTES - Auf ÄSTHETIK achten!

Christen haben eine Botschaft für morgen, die darf nicht daherkommen wie von gestern. Mehrfach fotokopierte Infos auf farbigem Tonpapier und rustikal möblierte Pfarrheime sind out. Wer sich kleidet, als wäre er von gestern, dem glaubt man nicht, dass er eine Botschaft von morgen zu verkünden hat.

ZWEITES - Neue MEDIEN verwenden!

Junge Erwachsene kommunizieren elektronisch. Dort erleben wir, wie Junge Erwachsene ticken. Versende nicht nur Emails und nutze regelmäßig Beamer und Laptop, sondern kommuniziere auch über Facebook, Whatsapp, Youtube, Twitter. Tummel Dich in sozialen Netzwerken!

DRITTES - Junge Erwachsene wie JUNGE ERWACHSENE behandeln!

Sie sind keine Kinder mehr. Es geht nicht um Aufsichtspflicht! Denke aber daran, dass Junge Erwachsene andere Ansprüche haben als Jugendliche. Unterkünfte in 6- oder 12-Bett-Zimmern sind tabu!

VIERTES - PROJEKTORIENTIERT arbeiten.

Impulse kurz und knackig gestalten! Junge Erwachsene können oft nur für kurze Zeitabschnitte planen. Biete Veranstaltungen mit klar definiertem Anfang und Ende an. Zeige Wertschätzung im Umgang mit der Zeit anderer!

FÜNFTES - FREIWILLIGKEIT und SELBSTBESTIMMUNG fördern!

Kirchliche Veranstaltungen sind Angebote. Ermuntere Junge Erwachsene, für sich selbst zu sorgen und sich aus den Angeboten das für sie passende herauszusuchen.

SECHSTES - Das LEBEN DER JUNGEN ERWACHSENEN als Ausgangspunkt

Spannende Orte wecken Aufmerksamkeit. Verkünde Gott anhand der Alltagsthemen Junger Erwachsener. Dadurch behält der Glaube seinen Lebensbezug.

SIEBTES - Frag Dich: WAS HABEN JUNGE ERWACHSENE DAVON?

Junge Erwachsene haben wenig Zeit. Sie nehmen nur an solchen Veranstaltungen teil, von denen sie erwarten, dass sie sie weiterbringen können. Gib Dir selbst Rechenschaft über den Sinn, wenn Du eine Veranstaltung planst, und benenne ihn im Flyer.

ACHTES - Typisches kirchliches Milieu verlassen und INTERESSANTE ORTE AUFSUCHEN!

Bei vielen Jungen Erwachsenen ist die Kirche in einer altmodisch-konservativen Schublade. Sie haben Angst sich mit ihr zu blamieren. Neue Orte und zeitgemäße Sprache brechen solche Vorurteile!

NEUNTES - Gott GANZHEITLICH VERKÜNDIGEN!

Viele kirchliche Angebote sind zu sitzlastig. Sport ist dagegen eine gute Alternative. Nutze dieses Potential und bau es in Deine Angebote ein. Verkünde spürbar, dass Gott den Menschen mit Leib und Seele geschaffen hat.

ZEHNTES - AUTHENTISCH, GLAUBWÜRDIG und SPRACHFÄHIG sein!

„Seie stets bereit, jedem Rede und Antwort zu geben, der nach der Hoffnung fragt, die Sie erfüllt.“ (Petr 3,15) Lebe so, dass Junge Erwachsene Interesse finden, mehr über deine Hoffnung zu erfahren. Dabei sollte über Gott gesprochen werden, ohne in religiöse Phrasen zu verfalllen.

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