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In Frieden leben

Arbeitshilfe für Jugendgruppen und Gottesdienst

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges leben wir in Deutschland - Gott sei's gedankt! - ohne Krieg.
Obwohl sich die Menschen nach Frieden sehnen, ist dieses kostbare Gut sehr zerbrechlich und gefährdet.
Es gibt viele Unruheherde auf der Erde. Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung. Sie 
sehnen sich nach einem Ort, wo sie und ihre Familie in Frieden leben können.
Auch in der Familie und im Freundeskreis herrscht oft Unfrieden. In der realen Welt sind Auseinandersetzungen und Streit an der Tagesordnung, in der digitalen Welt droht die Gefahr des Cybermobbings.
Das Bischöfliche Jugendamt will mit dieser Arbeitshilfe beitragen in Gottesdienst, Gruppenstunde, Jugendtreff und 
Gemeindearbeit sich Gedanken zu machen, was es konkret bedeutet in Frieden zu leben:

  • ... in Frieden mit sich
  • ... in Frieden mit den Mitmenschen
  • ... und in Frieden mit Gott!

Zusatzmaterial

Kapitel 1: Frieden stiften

1. Blog oder Rede formulieren
Malala hat einmal gesagt: „Ich erhebe meine Stimme - nicht um zu schreien, sondern um für die zu sprechen, die keine Stimme haben.“ In ihrem Tagebuch-Blog hat sie offen über Missstände in ihrer Heimat berichtet. Als Friedensbotschafterin hält Malala bis heute Reden vor den Mächtigen der Welt und setzt sich für Schulbildung von Jungen und Mädchen ein, die in vielen Ländern nicht selbstverständlich ist. Gibt es auch in eurem Umfeld Dinge, die euch stören und die ihr gerne ansprechen würdet? Was könntet ihr unternehmen, um die Situation zu verbessern? Welche nächsten Schritte sind nötig? Verfasst einen Blog oder eine Rede mit euren Anliegen. Vielleicht habt ihr die Möglichkeit zur Veröffentlichung.

2. Helden, Idole, Stars und Co
Bilder (evtl. selbst von den Jugendlichen mitgebracht) von berühmten Personen und aus dem Nahbereich werden ausgelegt und in einem ersten Schritt den Kategorien zugeordnet. Es folgt eine Begriffsklärung und die Suche nach persönlichen Vorbildern. Evtl. Arbeitsblatt mit Begriffsklärung und Zuordnung.

3. Ausstellung „local Heros“/ „stille Helden“ Begriffsklärung „stiller Held“/“local hero“.
Wen kennen wir in unserer Gruppe/Pfarrgemeinde/Dorf/Stadt, der für uns ein Vorbild ist, sich ohne viel großes Aufsehen für andere einsetzt, großes Engagement zeigt? Ausstellung vorbereiten und „local heros/ „stille Helden“ ein Gesicht geben.

4. Wertebild erstellen Begriffsklärung Wert und Ziel.
Sammeln gemeinsamer Werte und Ziele für die Gruppe. Wertebild formulieren und graphisch gestalten. Ein gemeinsames Logo dazu entwerfen etc. Beispiele für Werte und Ziele: Gemeinschaft, Respekt, Weltoffenheit, Kreativität, Mut,…

5. Meine Fähigkeiten und Eigenschaften
Akrostichon zu eigenem Namen erstellen. Können die Talente und Fähigkeiten der einzelnen Jugendlichen genutzt werden, in der Gruppe, der Pfarrgemeinde? Hilfsdienste anbieten, Unterstützung anderer, z.B. Engagement vor Ort unterstützen (Nachhilfe, Babysitten, Zeitung vorlesen, aufräumen, gestalten etc.) Abschluss: gemeinsames Gebet Christus hat keine Hände Christus hat keine Hände, nur unsere Hände...

6. Lektüre Malala-Biographie oder Film,
Lesenacht, Lesung vorbereiten Malala Yousafzai , Christina Lamb: „Ich bin Malala“ Droemer-Knaur-Verlag 2015 Viviana Mazza: „Die Geschichte von Malala“ (dtv-Verlag 6. Aufl. 2016) umfangreiches Begleitmaterial unter www.dtv.de/lehrer/kostenlose-unterrichtsmodelle /c-77

Weiterführende Fachliteratur

  • Adam, Gottfried: 2. Ethisches Lernen: Methoden und Formen. In: Ethische Schlüsselprobleme. Lebensweltlich-theologisch-didaktisch hrsg. von Rainer Lachmann u.a. (= TLL 4). Göttingen S. 23-37.
  • Ammicht Quinn, Regina: Risiken und Nebenwirkungen: Wann sind Vorbilder ,gut`? Anthropologische und theologische Überlegungen. In: Sehnsucht nach Orientierung. Vorbilder im Religionsunterricht hrsg. von Christoph Bizer u.a. (= JRP 24). Neukirchen-Vluyn 2008. S. 65-75.
  • Grob, Alexander und Jaschinski, Uta: Erwachsen werden. Entwicklungspsychologie des Jugendalters. Berlin 2003. Mendl, Hans: Helden auf Augenhöhe. Beispiele gelebter Überzeugung als Elemente einer Didaktik der Ermöglichung. In Kontakt. Informationen zum Religionsunterricht im Bistum Augsburg 6 (2013). S. 52-55.
  • Mendl, Hans: Jugendliche als Vorbilder für Jugendliche. In: Mit-Leidenschaft für junge Menschen. Beiträge zur Jugendpastoral (= Festschrift für Martin Lechner zum 60. Geburtstag) hrsg. von Angelika Gabriel. München 2011. S. 256-267.
  • Mendl, Hans: Lernen an (außer)gewöhnlichen Biographien. In: Ethik und Unterricht 1 (2013) S. 11-14. Mendl, Hans: Religionsdidaktik kompakt. Für Studium, Prüfung und Beruf. München 2011.
  • Ziebertz, Hans-Georg: Biographisches Lernen. In: Religionsdidaktik. Ein Leitfaden für Studium, Ausbildung und Beruf hrsg. von Georg Hilger u.a. Vollständig überarbeitet Neuauflage. München 22012. S. 374-386.

Kapitel 4: Gemeinsam Frieden schaffen

Materialien zum Thema "gemeinsam Frieden schaffen" sind im Methoden-Ordner für Tage der Orientierung zu finden. Diesen kann man in der Fachstelle Schülerinnen und Schüler oder bei den Katholischen Jugendstellen im Bistum Regensburg eingesehen werden.

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