1. Ministranten vor, noch ein Tor!

Ministranten vor, noch ein Tor!

Waldmünchens Ministrantenfußballer gewinnen den Bayerncup

Ministrantenpastoral
Die Ministrantenfußballer der Altersgruppe „Senioren“ der Pfarreiengemeinschaft Ast-Waldmünchen mit Herzogau haben am Samstag im oberbayerischen Beilngries im Landkreis Eichstätt das Bayernturnier gewonnen und dürfen sich nun „Mini-Champions-League-Sieger“ nennen.
Bei den „Junioren“ heißt der Sieger Palling-Freutsmoos (Erzbistum München-Freising). Nach den Erfolgen auf Regional- und Diözesanebene setzten sich die Minis aus der Trenckstadt mit dem Gewinn des Bayerncups erstmalig die Ministrantenfußballkrone auf und holten den begehrten Landespokal in die Diözese Regensburg. Gewonnen haben aber bei diesem Erlebnis vor allem die Gemeinschaft und der Zusammenhalt der Ministranten in der noch jungen Pfarreiengemeinschaft.

Sechzehn Mannschaften tretten an

Sechzehn Mannschaften in zwei Altersgruppen einschließlich der jeweiligen Titelverteidiger repräsentierten die sieben bayerischen Diözesen bei diesem hochklassig besetzten Turnier am Samstag in der Mehrzweckhalle von Beilngries. Einige Teilnehmer mit weiten Anfahrtswegen waren schon am Vorabend angereist. Sie durften ein ansprechendes Rahmenpro-gramm mit Stadtführung und einen meditativen Abendausklang genießen, bevor es zur Übernachtung in Gemeinschaftsunterkünften ging. Das Team Waldmünchen und eine stattliche Anzahl von Fans in Begleitung der Oberministranten Viktoria Eiber, Sophia Spichtinger und Matthias Heimann machten sich mit zwei Kleinbussen erst am Samstagmorgen auf den Weg, was aber kein Nachteil war, konnten die Businsassen während der Fahrt doch einen herrlichen Sonnenaufgang über dem Böhmerwald erleben. Nach knapp zweistündiger Fahrt erreichten die Vertreter der Diözese Regensburg das malerische Altmühltal und die Bühler-Halle in Beilngries. Nach der offiziellen Begrüßung der Mannschaften durch die Turnierlei-tung eröffnete der Eichstätter Diözesanjugendpfarrer Christoph Witczak den Wettkampf mit einem Gebet um Fairness, Sportlichkeit und „Sieg nicht um jeden Preis“. Bei diesem religiösen Akzent wurde deutlich, wie viele Kinder und Jugendliche auch in der heutigen nicht immer religionsfreundlichen Zeit noch für den Glauben eintreten und dies offen bekennen.

Fußballkrimmi

Gleich im ersten Spiel gegen den späteren Finalgegner Laufen-Freilassing zeigte sich, dass das Team um Torwart Lukas Neumeier noch nicht richtig eingespielt war, so dass man über ein Unentschieden nicht hinauskam. Dies sollte jedoch der einzige Punktverlust während des ganzen Turniers bleiben. Mit souveränen Siegen gegen die Vertreter aus den Diözesen Bamberg und Eichstätt zogen die Trenckstädter als Gruppensieger gegen Titelverteidiger Waging am See ins Halbfinale ein, das zu einem wahren „Fußballkrimi“ werden sollte. Zweimal mussten die Waldmünchener einem Rückstand hinterherlaufen, was das Nervenkostüm der mitgereisten Fans arg strapazierte. Von diesen pausenlos angefeuert konnten die Waldmünchener Minis das Spiel noch drehen und den Vertreter des Erzbistums München-Freising schließlich mit 5:2 in die Knie zwingen. Der Spruch, dass man sich „im Leben immer zweimal begegnet“, bewahrheitete sich dann im Finale, in dem es erneut gegen Vorrundengegner Laufen-Freilassing ging. Diesmal aber waren die Trenckstädter hellwach und holten mit einem nie gefährdeten 4:1 den Landespokal in die Diözese Regensburg. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen und Mannschaft und Fans mit Pastoralreferent Martin Kowalski an der Spitze lagen sich in den Armen.

Mini-Champions-League-Pot

Überglücklich konnten die Waldmünchener Ministranten bei der Siegerehrung endlich den „Mini-Champions-League-Pott“ entgegennehmen, den man bei zwei vorangegangenen Landesfinalteilnahmen leider nur „angucken, aber nicht berühren“ durfte. Traditionell feierten die Mini-Fußballer ihren bisher größten Erfolg beim „Kirchenwirt“ in Ast und anschließend im Jugendheim zusammen mit den treuen Fans. Nach der Abendmesse kam auch Pfarrer Raimund Arnold zur Siegesfeier, um zu gratulieren und lobend anzumerken, dass Ministrantenfußballer sportlich wenigstens dem Ball hinterherliefen und nicht vor allem dem Geld, wie so viele Profifußballer. (Martin Kowalski)
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