Liebe Leserin, lieber Leser,
viele würden wahrscheinlich sagen, dass Weihnachten das schönste Fest des Jahres ist. Da ist sicher etwas dran, aber wenn ich an meine Zeit als kleiner Ministrant zurückdenke, sind es vor allem die Ostertage, die sich bei mir eingeprägt haben: Das Ratschen am Karfreitag um 5 Uhr morgens, die besonderen Gottesdienste und schließlich die Osternacht als Höhepunkt. Sie kam mir damals endlos vor – doch gerade darin lag ein eigentümlicher Zauber. Als Ministrant war ich mittendrin: Zugegeben, ein wenig müde, aber auch voller Staunen. Mit jeder Lesung, jedem Gesang und jedem Schritt durch die Feier wuchs die Vorfreude. Wenn dann schließlich die Glocken wieder erklangen und die Kirche in hellem Licht erstrahlte, war das für mich jedes Mal ein unvergesslicher Moment.
Jetzt darf ich als Pastoralreferent an der Katholischen Hochschulgemeinde die Ostertage mit jungen Erwachsenen feiern. Unseren Studierenden, aber auch Ihren und Euren Ministrantengruppen vor Ort wünsche ich, dass es gelingt, diese Erfahrung von Ostern immer wieder neu spürbar werden zu lassen.